Härtefallfonds für DDR-Zusatzrenten gefordert

DDR-Zusatzrenten: 500.000 Ostrentner warten auf ihr Geld

Etwas über 30 Jahre ist die deutsch-deutsche Wiedervereinigung mittlerweile her – und viele Rentner und Rentnerinnen aus der ehemaligen DDR warten nach wie vor auf ihr Geld. Ursprünglich sollte das Rentenüberleitungsgesetz dafür sorgen, dass DDR-Zusatzrenten zur Berechnungsgrundlage der gesetzlichen Rentenversicherung hinzugezogen werden. Allerdings wurde bis heute kein Modus gefunden, der diese Überleitung auch sicherstellt. Die aktuelle Große Koalition hatte 2018 in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, einen Fonds einzurichten, aus dem betroffene Personengruppen zusätzliche Zahlungen erhalten. Doch einen geltenden Beschluss bleibt die Regierung nach wie vor schuldig.

Autorin: Celsy Dehnert

Verhandlungsvorschlag des Sozialministeriums will Härtefallfonds an Grundsicherung koppeln

DDR-Rentner profitieren aus dem Härtefallfonds

Im Koalitionsvertrag wurde 2018 festgelegt, dass die Regierung zu einer Klärung der Frage kommen wolle, auf welchem Wege betroffene Ostrentner und Ostrentnerinnen die durch Zusatzrenten in der DDR erworbenen Rentenansprüche geltend machen können. Den Anspruch darauf hatte das Bundesverfassungsgericht 1999 festgelegt, als die zuständigen Richter urteilen, dass die DDR-Sonder- und Zusatzrenten vom Grundgesetz geschützt seien und entsprechend auch nach der Wiedervereinigung ausgezahlt werden müssten.

Der Vorschlag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS), der aktuell wieder im Raum steht, sieht allerdings nicht vor, diesen Anspruch vollständig umzusetzen. Vielmehr will das BMAS einen Härtefallfonds einrichten lassen, aus welchem Geld an diejenigen Ostrentner ausgeschüttet wird, welche durch eine geringe Rentenhöhe einen Anspruch auf Grundsicherung erhalten würden. Dementsprechend würden die Zusatzrenten nur an bedürftige Rentner und Rentnerinnen ausgezahlt werden. Dieser Fonds würde demnach den Titel „Gerechtigkeitsfonds“ tragen.

Runder Tisch DDR-Zusatzrenten lehnt Härtefallfonds-Regelung in vorgeschlagener Form ab

Dieser Vorschlag stößt an entscheidenden Stellen auf Widerstand. Im Jahr 2019 fand sich ein Runder Tisch zusammen, der aus betroffenen Ostrentnern und Rentnerinnen sowie Politikern und Interessenverbänden besteht. Dort war ursprünglich der Kompromissvorschlag ausgehandelt worden, dass die betroffenen Rentner und Rentnerinnen in den Jahren 2020 und 2021 einmalig Summen zwischen 15.000 Euro und 20.000 Euro ausgezahlt bekommen würden.

Dass das Bundesministerium für Arbeit und Soziales nun solch einen Rückzieher macht und plant, den Gerechtigkeitsfonds nur für Bedürftige zugänglich zu machen, sorgt für Unverständnis. Vor allem, weil der Runde Tisch argumentiert, dass in solch einem Fall nur rund 2% der 500.000 Ostrentner Zugang zu den Zusatzrenten bekommen würde. Für Betroffene ist das besonders bitter, da sie nicht nur finanzielle Kompensation, sondern auch die Anerkennung ihrer Lebensleistung fordern.

Gerechtigkeitsfonds zahlt an Ostrentner, jüdische Kontingentflüchtlinge und Spätaussiedler aus

Vor allem die Gruppe der in der DDR geschiedenen Frauen würde einen herben Verlust hinnehmen müssen, wenn der Härtefallfonds an den Bezug von Grundrente gekoppelt werden müsste. Immerhin sind sie mit 300.000 Frauen die größte Gruppe derjenigen, die auf die Auszahlung ihrer Ostrenten warten.

Die Pläne des BMAS sehen mit dem Gerechtigkeitsfonds vor, dass eine Stiftung eingerichtet werden würde, die ab 2023 Geld an diejenigen Rentner und Rentnerinnen auszahlen würde, die von Armut bedroht sind und Grundsicherung erhalten. Das betrifft allerdings im vorliegenden Vorschlag nicht nur Ostrentner, sondern auch ca. 70.000 jüdische Kontingentflüchtlinge sowie eine nicht näher zu beziffernde Anzahl an Spätaussiedlern.

Aus einer Stellungnahme des Zentralrats der Juden geht hervor, dass die aktuell verhandelte Summe, die an Berechtigte ausgezahlt werden würde, bei etwa 2.556,46 Euro liegt. Allerdings gibt es für diese Zahl aktuell keinerlei Stellungnahme vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Aber auch die Kriterien, unter denen die Stiftung das Geld auszahlen sollte, sind wohl schon definiert.

So sollen nur diejenigen Geld erhalten, die Grundsicherung erhalten würden, am 1. Januar 1992 mindestens 40 Jahre alt waren und die Mindestbeschäftigungszeit für ihre jeweilige Berufsgruppe erreicht haben. Im Falle von Geschiedenen muss außerdem die Ehe mindestens 10 Jahre lang bestanden haben und es muss mindestens ein gemeinsames Kind großgezogen worden sein.

DDR-Zusatzrenten werden im Ausschuss für Soziales beraten

Für betroffene Rentnerinnen und Rentner lohnt es sich, zeitnah per E-Mail oder telefonisch zu ihren Bundestagsabgeordneten aufzunehmen. Gegebenenfalls lässt sich durch die Wortmeldungen aus der Bevölkerung eine Entscheidung in der Sache vorantreiben, denn aktuell befasst sich ein Antrag der Partei Die.Linke mit der Frage der DDR-Zusatzrenten.

Am 16 April 2021 wurde der Antrag zur Beratung in den Ausschuss für Soziales des Bundestages überwiesen. Dort fand am 3. Mai 2021 eine Experten-Anhörung zum Thema statt. Aktuell befinden sich die Fraktionen in Beratung, die Entscheidung steht noch aus.

Eine andere Entscheidung fiel hingegen schon im September 2020. Demnach entlastet der Bund die östlichen Bundesländer bei den Kosten für die DDR-Zusatzrenten. Mit einer Summe von 340 Millionen Euro jährlich übernimmt der Bund nun 50% statt 40% der Kosten, welche die östlichen Bundesländer aufgrund der DDR-Zusatzrenten aktuell haben.

Zum Hintergrund: 17 Personen- und Berufsgruppen warten auf DDR-Zusatzrenten


Dass die Rentenansprüche aus den DDR-Zusatzrenten nach der Wiedervereinigung erhalten bleiben sollten, war bereits im Einigungsvertrag zur Wiedervereinigung vereinbart worden. Aktuell warten 17 Personen- und Berufsgruppen, darunter in der DDR-geschiedene Frauen, aber auch Krankenschwestern, Reichsbahner, Selbstständige oder Postboten, darauf, dass in dieser Sache eine finale Klärung herbeigeführt wird.

Bis 1995 wurden die Renten ausgezahlt, dann wurden die Zahlungen eingestellt. Das Bundessozialgericht hatte seinerzeit geurteilt, dass die Frage der Zusatzrenten nicht gesetzlich, sondern politisch beantwortet werden müsse. Für Betroffene ist der schon 30 Jahre andauernde Prozess ein Wettlauf gegen die Zeit: Diverse Rentnerinnen und Rentner sind bereits verstorben, ohne auch nur einen Cent aus ihren Ansprüchen erhalten zu haben.

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PEPP: EU-weite Pension beschlossen

EU-weite Pension kommt – mit PEPP für das Alter vorsorgen

Der Rente im EU-Ausland steht nichts mehr im Wege: Das Europäische Parlament und der Europäische Rat haben für Ende März 2022 die Einführung einer EU-weiten Altersvorsorge angekündigt. Das Pan-European Personal Pension Product, kurz PEPP, soll die Freizügigkeit innerhalb der EU auch im Alter ermöglichen. Bislang waren private Altersvorsorgen in vielen Fällen nicht übertragbar, wenn Rentner oder Rentnerinnen ihren Lebensabend im Ausland verbringen wollten. Wir erklären, wie das in Zukunft funktioniert.

Autorin: Celsy Dehnert

PEPP ermöglicht Mitnahme der privaten Altersvorsorge

Bereits im Jahr 2019 erließen das EU-Parlament sowie der Europäische Rat die PEPP-Verordnung, die einheitliche Regularien für die neue Altersvorsorge in allen EU-Mitgliedsstaaten enthält. Nun haben die Bundesanstalt für Finanzdienstleistung (BaFin) sowie die European Insurance and Occupational Pensions Authority (EIOPA) die abschließenden Rahmenbedingungen ausgearbeitet. Ab Ende März 2022 soll es Bürgerinnen und Bürgern aller EU-Mitgliedsstaaten möglich sein, ihre Altersvorsorge in jeden Mitgliedsstaat zu überführen und weiterführen zu können, ohne Verluste hinnehmen zu müssen.

Bislang war die Übertragung der privaten Altersvorsorge, wenn Senioren und Seniorinnen auswandern wollten, teilweise sehr problematisch. Mit PEPP wollen die Mitgliedsstaaten nun eine EU-weite Ergänzung der gesetzlichen Altersvorsorge schaffen. Doch nicht nur das: Mit der EU-Pension bleibt nicht nur die Freizügigkeit erhalten, sondern es wird auch der Binnenmarkt für Altersvorsorge-Produkte unterstützt. Darüber hinaus wird es sich mit PEPP um das erste Altersvorsorgeprodukt dieser Art handeln, das nicht nur EU-weit, sondern auch unabhängig vom aktuellen Alter und Berufsstatus abgeschlossen werden kann.

EU-Pension kommt mit niedrigen Kosten und sechs Risikovarianten

Grundvoraussetzung für eine Einigung aller Mitgliedsstaaten sind die niedrigen Kosten, die für PEPP-Produkte anfallen. Beim PEPP-Basis-Produkt werden Gebühren und Verwaltungskosten auf 1% des eingezahlten Betrags gedeckelt. Aber auch darüber hinaus waren BaFin und EIOPA um Attraktivität für Sparer und Sparerinnen bemüht: PEPP kommt in sechs verschiedenen Varianten, die alle unterschiedliche Risikoprofile besitzen.

Beim Basis-Produkt etwa wird Rentnern und Rentnerinnen eine garantierte Leistung bei Renteneintritt versprochen, unabhängig von der Anlageform. Aufgrund der implementierten Risikotechnik ist es aber beispielsweise auch möglich, 10 Jahre vor Rentenbeginn das im PEPP-Produkt angelegte Kapital in risikoärmere Anlagen umzuschichten. So sollen Senioren und Seniorinnen später das Meiste aus ihrem Lebensabend herausholen können.

Wechsel des PEPP-Produkts alle fünf Jahre möglich

Als Ergänzung zu gesetzlichen Altersvorsorgen sollen Inhaber von PEPP-Produkten speziell für die Rente ansparen können, weshalb vorzeitige Kündigungen der Ausnahmefall sein sollen. Allerdings bekommen Anleger und Anlegerinnen die Möglichkeit, spätestens alle fünf Jahre einen Wechsel des PEPP-Anbieters vorzunehmen. Alternativ kann man auch die Anlagekonditionen beim bestehenden Anbieter neu wählen. Die Kosten für solch einen Wechsel sollen bei 0,5% des angesparten Kapitals gedeckelt werden.

Voraussetzung für die Nutzung von PEPP sind regelmäßige Einzahlungen sowie eine verpflichtende Beratung vor Abschluss des Vertrages. Wer schon jetzt für die Rente angespart hat, sollte sich frühzeitig informieren, ob eine Umschichtung des Kapitals in ein PEPP-Produkt ohne weiteres möglich ist, falls der Lebensabend am Mittelmeerstrand zumindest im Rahmen der Möglichkeiten scheint.

Sparer und Sparerinnen müssen das Geld in PEPP nicht zwingend für sich selbst anlegen – Einzahler und Begünstigter müssen nicht dieselbe Person sein. Bei Renteneintritt kann der Leistungsempfänger bzw. die Leistungsempfängerin zwischen drei Auszahlungsmodalitäten wählen: Entweder eine einmalige Auszahlung des Kapitals oder regelmäßige Rentenzahlungen oder eine gestaffelte Entnahme des angesparten Betrags. Ebenso steht die Kombination mehrerer Auszahlungsvarianten offen.

Im Falle eines Umzugs innerhalb der EU wird für das PEPP-Produkt ein Unterkonto angelegt, das den vor Ort herrschenden Regularien und Ansprüchen genügt. So können Sparer und Sparerinnen ihr Kapital zukünftig problemlos überall hin überführen.

Anbieter der EU-Pension müssen bei EIOPA registriert sein

In den einzelnen Mitgliedsstaaten sind die jeweiligen Finanzaufsichten zuständig für die Überwachung und Einhaltung der Regularien für PEPP-Produkte. Dennoch müssen sich Anbieter im Zentralregister der EIOPA eintragen lassen. Nur eingetragene Anbieter sollen PEPP anbieten dürfen.

Wer die EU-Pension nutzen möchte, wird die Verträge im Laufe des Jahres 2022 also unter anderem bei Kreditinstituten, Versicherungsunternehmen, Investmentgesellschaften und Wertpapierfirmen mit Sitz in der EU abschließen können.

Damit Verbraucher und Verbraucherinnen eine informierte Entscheidung treffen können, sieht die PEPP-Verordnung einheitliche Informationsbroschüren vor. Diese sollen die wichtigsten Eckdaten, wie die Risikoprofile, aber auch Informationen zur Nachhaltigkeit der Geldanlage enthalten. So sollen die verschiedenen Produkte untereinander vergleichbar werden.


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Bedeutung der Flüssigkeitszufuhr im Alter

Das Thema Flüssigkeitszufuhr wird im Alter wichtiger denn je

Wir bestehen zu 50 bis 60 % aus Wasser – das heißt, mehr als die Hälfte unseres Körpers besteht aus Wasser. Unsere Wasserreserven füllen wir hauptsächlich über Getränke, aber auch feste Nahrung enthält lebenswichtiges Wasser, das unser Körper in vielfältiger Weise speichert. Wasser ist an so gut wie allen elementaren Prozessen im Körper beteiligt. Um diese reibungslos ausführen zu können, benötigen wir daher eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Im Alter wird dies noch wichtiger.

Autorin: Xenia Atanasovski, Redakteurin Ressort Gesundheit

Das Wasser übernimmt elementare Funktionen und ist für Seniorinnen und Senioren besonders wichtig

Ohne Wasser funktioniert unser Körper nicht. Und das liegt nicht nur daran, dass Wasser Bestandteil sämtlicher Körperflüssigkeiten sowie aller Zellen ist. Unser Körper verwendet Wasser als Transport- und Lösungsmittel für Nährstoffe, die beispielsweise über das Blut zu den Organen gelangen. Es schützt den Menschen vor Überhitzung und ist für die Quellung des Speisebreies im Darm notwendig. Je älter der Mensch wird, desto wichtiger ist die Zufuhr von Wasser. Warum? Zellen brauchen Wasser zur Regeneration – und diese ist bei älteren Menschen verlangsamt.

Warum die Flüssigkeitszufuhr vor allem im Alter so wichtig ist

Bei einem jungen Menschen entsteht das Durstgefühl immer dann, wenn sein Körper mehr als 0,5 % seines Gewichts in Form von Wasser verloren hat. Wiegt ein Mensch also beispielsweise 60 kg, verliert er demnach etwa 0,3 kg, sprich 300 ml, Wasser, bevor er den Drang verspürt, etwas trinken zu müssen. Im Alter nimmt das Durstempfinden jedoch ab; es kommt schneller zu einem Flüssigkeitsverlust.

Richtwerte für die Flüssigkeitszufuhr im Alter

Um zu vermeiden, dass es im Alter zu einer geringeren Flüssigkeitszufuhr kommt, ist es gut, sich an den Richtwert für eine ausreichende Trinkmenge zu halten. Dieser ist für junge und ältere Personen gleich, und beträgt mindestens 1,3 Liter – optimal sind 1,5 Liter Flüssigkeit täglich. Liegt die Trinkmenge darunter, kann es zu Symptomen wie etwa Verwirrtheit, Schwäche oder Schwindel kommen. Auch die Symptome einer Demenz können sich durch Wassermangel verstärken.

Folgende Umstände können für eine dringende Flüssigkeitszufuhr sprechen:

  • Fieber, Durchfall oder Erbrechen
  • Unruhe
  • starke Mobilität
  • Hitze oder trockene Heizungsluft
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • eingeschränkte körperliche Leistungsfähigkeit
  • Verstopfung
  • Verwirrtheit
  • Neigung zu Harnwegsinfekten
  • Fieber
  • trockene Haut und Schleimhäute wie z.B. rissige Lippen

Den Konsequenzen eines Flüssigkeitsmangels im Alter vorzubeugen ist ganz einfach. Stellen Sie ein Glas Wasser bereit und nippen Sie tagsüber immer wieder daran. Füllen Sie das Glas wieder an sobald es leer ist. Trinken Sie zu jeder Mahlzeit ausreichend Flüssigkeit.

Referenzen:

https://www.in-form.de/fileadmin/Dokumente/Materialien/Trinken_FitimAlter.pdf

Deutsche Gesellschaft für Ernährung (Hrsg.) : Die Nährstoffe –Bausteine für Ihre Gesundheit, Bonn 2011


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Die 5 besten Mode-Onlineshops für Seniorinnen und Senioren

Senioren kaufen Mode in Onlineshops

Viel zu lange kleideten sich Seniorinnen und Senioren nur in gedeckten Farben. Schwarz, Grau, beige ist meist alles, was der Kleiderschrank der Ü60 Generation zu bieten hat. Doch das muss nicht sein. Anders als noch vor ein paar Jahren, sollten sich auch ältere Menschen heute lebensfroh und farbig kleiden können. Denn der Lebensabend sollte gefeiert werden – und das ist mit der richtigen Kleidung einfacher als man denkt!

Aus diesem Grunde möchten wir ihnen im folgenden die fünf besten Mode-Onlineshops für Seniorinnen und Senioren vorstellen. Mit einem Klickt ordern Sie sich ansprechende Kleidungsstücke ganz einfach zu Ihnen nach Hause. Vorbei sind die Zeiten anstrengender Shopping-Touren, die am Ende frustriert und mit den immer gleichen Dingen in den Einkaufstüten, enden.

Autorin: Alex

Klingel Seniorenmode

Markenmode für Seniorinnen und Senioren
  • Rechnungskauf möglich
  • Individuelle Größenberatung
  • Markenmode auch in großen Größen (bis Gr.63)
  • Versandkosten 4,95 €
  • 14 Tage Rückgaberecht

Kaum ein Onlineshop bietet gleichzeitig so viele zeitlose Klassiker und modische Trendteile an wie der Onlineshop KLINGEL. Hier finden sie aktuelle Damen- und Herrenmode, die Ihren ganz eigenen Stil perfekt unterstreichen können. Neben T-Shirts, Pullover, Hosen und Co. bietet KLINGEL auch eine nette und umfangreiche Auswahl an verschiedenen Accessoires. Abgerundet wird das Sortiment von KLINGEL mit verschiedenen Schmuckstücken oder auch einer ganz eigenen Online-Wäscheabteilung. Diese wird vor allen Dingen von den Frauen sehr gerne besucht.

Durch die wirklich übersichtlich angeordneten Kategorien, findet man sich außerdem schnell zurecht und verliert zu keiner Zeit den Überblick über die grandiose Auswahl.

Peter Hahn Seniorenmode

  • Direktbestellung von Katalogartikeln
  • Bequemer Kauf auf Rechnung
  • Sicherer und einfacher Rückversand möglich
  • Über 250 namhafte Marken
  • Versandkosten 5,95 €
  • Individuelle Modeberatung

Der Peter Hahn Onlineshop für Seniorinnen und Senioren steht für ein ganz neues Lebensgefühl der betagten Bevölkerung. Denn die heutige Mode für Seniorinnen und Senioren hat mit jener von vor einigen Jahren kaum mehr etwas gemein. Im Peter Hahn Onlineshop finden Sie Mode, die jung hält und die ihren Charakter und Ihr lebensbejahendes Ich perfekt unterstreichen können.

Egal ob Kleidung, Accessoires oder Schuhe: Bei Peter Hahn werden Sie in jedem Falle fündig. Klicken Sie sich durch das breite Sortiment hochwertiger Markenkleidung und erfreuen Sie sich an ganz neuen Entdeckungen. Telefonisch bekommen Sie, wenn gewünscht, gerne auch eine individuelle Modeberatung. Kostenlos und auf Ihre Bedürfnisse sowie Ihren Typ abgestimmt. So kaufen Sie nur das, was Ihnen auch wirklich zusagt.

Mona – Exklusive Mode für Seniorinnen

  • Regelmäßige Lieferauskunft
  • Bequemer Kauf auf Rechnung
  • 5 Jahre Garantie
  • Verschiedene Gutschein-Aktionen
  • Versandkosten 5,50 €
  • Reduzierte Marken

Im Onlineshop Mona kommen betagte Damen mit besonders hohem Anspruch voll auf Ihre Kosten. Nachdem der Shop anfangs nur den Versand von hochwertigen Stümpfen anbot, kamen mit der Zeit immer weitere Produkte ins Portfolio hinzu. Heute erfreut sich der Mona Onlineshop über ein großes Sortiment von Miederwaren, Kleidern, Strickmode und vielem mehr. Eben alles, was das Herz betagter Frauen wirklich höher schlagen lässt.

Wenn Sie durch die perfekt strukturierten Kategorien schlendern, werden Sie in über 100 Marken sicherlich schnell fündig. Ein entsprechender Filter steht hier zudem zur Verfügung, damit direkt genau das eingeblendet wird, was auch Ihren Wünschen entspricht.

Mona verfügt auch über ein eigenes Magazin, in dem Sie sich regelmäßige Inspiration rund um Mode, Beauty und andere Frauenthemen holen können.

Adler Mode – top und günstig!

  • Immer zu reduzierte Waren
  • Problemlose Ratenzahlung möglich
  • Kauf auf Rechnung
  • Große Größen (bis Gr. 60)
  • 14-tägiges Rückgaberecht
  • Versandkosten 4,95 € (Ab 49,99 € versandkostenfreie Lieferung)

Nur wenige Onlineshops für Seniorinnen und Senioren bieten so passgenaue Mode an, wie der Kleidungsfachhandel Adler.

Egal ob Blusen, Röcke, Pullover oder Jeans: Mit nur einem Klick sind Sie bei Adler komplett und wunderbar schick angezogen – und das zu wirklich jedem nur erdenklichen Anlass.

Besonders lohnt sich bei Adler immer auch ein Blick in die reduzierten Waren. Diese sind um einiges preiswerter als das aktuelle Sortiment und natürlich trotzdem sehr chic. Die Sales-Kategorie wird in regelmäßigen Abständen aktualisiert, so dass Sie hier immer wieder neu fündig werden können. Bestücken Sie Ihren Kleiderschrank doch auch mit Topmarken wie beispielsweise Wrangler oder Senator: höherwertige Qualität finden Sie nur selten!

WITT Weiden

  • Versand an jährlich über 21 Millionen Kunden weltweit
  • Erstklassige Passform und Größenauswahl
  • Besonders gutes Qualitäts-Preis-Leistungsverhältnis
  • Große Größen
  • Tolles Geschenk für Neukunden
  • Versandkosten 5,95 €
  • Mehr als 110 Jahre Erfahrung im Handel von Mode

Das Leben von WITT Weiden begann vor 110 Jahren mit einem kleinen Modegeschäft in der Oberpfalz. Bis heute hat sich das Unternehmen zu einem sehr großen, weltweit bekannten Konzern entwickelt, dass Seniorinnen und Senioren tagtäglich mit wunderbarer Mode und Accessoires ausstattet. Täglich versenden die etwa 3.500 Mitarbeiter des Unternehmens rund 120 000 Sendungen in 10 verschiedene Länder. So werden Seniorinnen und Senioren in aller Welt, nicht nur in Deutschland, bestens eingekleidet und erfreuen sich Tag für Tag an einer wunderbaren Auswahl an schicken Kleidungsstücken.

Laden Sie sich doch auch ganz einfach und kostenlos die WITT App auf Ihr iPhone, iPad, Android Smartphone oder Tablet. So haben Sie das ganze mobile Shopping- und Serviceangebot von WITT WEIDEN immer zur Hand und erfahren alles rund um die tollen Angebote des Onlineshops. Stöbern Sie, egal wo Sie sich gerade aufhalten.


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Pflegebedürftige erhalten Zuschuss zum Eigenanteil

Pflegereform 2021 – Senkung des Eigenanteils geplant

Rund 800.000 Heimbewohnerinnen und Heimbewohner in Deutschland können aufatmen: Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) plant eine gestaffelte Entlastung von Pflegebedürftigen mit den Pflegegraden 2 bis 5. Wer längerfristig vollstationäre Pflegeleistungen erhält, darf auf einen Zuschuss von bis zu 75% zum pflegebedingten Eigenanteil hoffen. Anders als geplant kommt diese Reform allerdings nicht mit dem Pflegereformgesetz. Stattdessen soll die Entlastung als Teil des Gesetzesentwurfs „zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung“ (GVWG) am 11. Juni 2021 verabschiedet werden.

Autorin: Celsy Dehnert

Wer länger vollstationär gepflegt wird, bekommt höhere Zuschüsse

Deckelung des Pflegeanteils für stationäre Pflege

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und sein Ministerium planen dem Änderungsantrag zum GVWG nach, Pflegebedürftige beim pflegebedingten Eigenanteil zu entlasten. Das Ganze soll über Zuschüsse aus der Pflegeversicherung geschehen. Es würde sich bei den zu beschließenden Förderungen also um neue Leistungen aus der Pflegekasse handeln. Die Höhe des Zuschusses hängt dabei von der Dauer der vollstationären Pflege ab.

Begünstigt werden Pflegebedürftige mit den Pflegegraden 2 bis 5, die sich länger als 12 Monate in vollstationärer Pflege befinden. Bei einer Pflegedauer von mehr als 12 Monaten soll der Zuschuss 25 Prozent betragen. Ab 24 Monaten Aufenthalt im Pflegeheim wird der Zuschuss auf 50 Prozent aufgestockt. Denjenigen, die länger als 36 Monate vollstationäre Pflegeleistungen beziehen, soll der Eigenanteil mit bis zu 75 Prozent bezuschusst werden.

Eigenanteile stark gestiegen – Mehrkosten von 2,6 Milliarden Euro

Mit dieser Förderung durch die Pflegeversicherung soll den zuletzt jährlich gestiegenen Eigenanteilen in der stationären Pflege entgegengewirkt werden. Im bundesdeutschen Durschnitt beträgt der Eigenanteil, den Pflegebedürftige für den Platz im Pflegeheim bezahlen, circa 2.068 Euro. Davon entfallen durchschnittlich 831 Euro auf die pflegebedingten Kosten.

Die geplanten Zuschüsse würden für Pflegebedürftige eine Entlastung von durchschnittlich bis zu 600 Euro bedeuten. Finanzieren will das Bundesgesundheitsministerium den Mehraufwand von circa 2,6 Milliarden Euro jährlich über eine Erhöhung des Beitragssatzes für die Pflegeversicherung. So sollen Kinderlose zukünftig 0,1 Beitragssatzpunkte mehr zahlen, um die gestiegenen Pflegekosten abzufangen.

Pflegereformgesetz nicht mehr zu realisieren – Caritas übt Kritik

Ursprünglich war die Entlastung von Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen als Teil des Pflegereformgesetzes geplant. Doch nach derzeitigem Stand lässt sich das Gesetzespaket vor Ende der Legislaturperiode im September 2021 nicht mehr umsetzen. Deshalb hat sich das Bundesgesundheitsministerium dazu entschieden, die Entlastung über das GVWG anzuschieben.

Neben dem pflegebedingten Eigenanteil müssen Pflegebedürftige in vollstationärer Pflege Eigenanteile für die Verpflegung sowie zu den Investitionskosten leisten. Gerade diese Kosten können je nach Standort des gewählten Pflegeheims stark variieren.

Je älter die Bausubstanz, desto höher fallen vor allem die Investitionskosten aus. Gerade in Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen oder dem Saarland sind diese Eigenanteile sehr hoch, weshalb die Eigenanteile für Pflegebedürftige kaum aus der durchschnittlichen Rente finanzierbar sind.

Pflegebedürftige, die ihre Angehörigen nicht belasten wollen und sichergehen wollen, dass sie die Eigenanteile aus ihrem eigenen Vermögen zahlen können, tun also gut daran, sich auch an anderen Orten nach Pflegeheimen umzuschauen. Gerade zu Zeiten, in denen die Kinder berufsbedingt im gesamten Bundesgebiet verstreut sind, kann es sich lohnen, sich in weniger teuren Ecken Deutschlands nach einem Heimplatz umzusehen.

An den hohen Eigenanteilen und an der Staffelung der Zuschüsse übt unter anderem die Caritas Kritik. Laut Erhebungen aus dem Jahr 2017 betrug die durchschnittliche Verweildauer in Pflegeheimen 18 Monate. Eine Staffelung würde für viele Pflegebedürftige bedeuten, die höheren Zuschüsse gar nicht in Anspruch nehmen zu können. Deshalb verlangen die Caritas und weitere Verbände eine vollständige Übernahme der Eigenanteile.

Verpflichtung zur Tariftreue für Pflegeheime geplant

Die ursprünglich von Minister Spahn vorgesehenen Änderungen sahen auch eine Beteiligung der Bundesländer vor, die für jeden Heimbewohner und jede Heimbewohnerin einen Zuschuss von 100 Euro zu den Investitionskosten leisten sollten. Außerdem haben sowohl das Bundesgesundheitsministerium als auch das Bundesarbeitsministerium, auf Initiative von Arbeitsminister Hubertus Heil, Entwürfe vorgelegt, nach denen Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung an Tariftreue gekoppelt werden sollen. Demnach sollen nur diejenigen Pflegeheime Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung erhalten, die ihre Pflegekräfte nach in der Pflege anerkannten Tariflöhnen bezahlen.

Um aus den höheren Löhnen keine Belastung für die Pflegebedürftigen abzuleiten, soll der Bund zukünftig die Rentenversicherungsbeiträge für Angehörige übernehmen, die einen Pflegebedürftigen zuhause pflegen. Damit würde die Pflegeversicherung finanziell entlastet werden, die diese Beiträge bislang trägt.

Die Änderungen sollen durch den Beschluss des Gesetzes zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung am 11. Juni 2021 vom Bundestag verabschiedet werden, nachdem der Tagesordnungspunkt im Gesundheitsausschuss am 21. Mai 2021 abgesetzt wurde.


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Vitamin D und Atemwegserkrankungen

Hilft Vitamin D wirklich dabei, Atemwegserkrankungen vorzubeugen?

Vitamin D ist zweifelsfrei wichtig für unseren Körper. Das Sonnenvitamin unterstützt die Gesundheit und kann – laut aktueller Meinung – sogar vor Atemwegserkrankungen schützen. Aber stimmt das auch?

Autorin: Xenia Atanasovski, Redakteurin Ressort Gesundheit

Die Sonne sorgt dafür, dass unser Körper Vitamin D produziert

Durch in Sonnenlicht enthaltene UV-Strahlen bildet unser Organismus Vitamin D.

Zu den wohl elementarsten Quellen von Vitamin D gehört das UV-haltige Sonnenlicht. Bei ausreichender Zufuhr produziert unser Körper die organische Verbindung selbst, und sorgt damit für einen ausgewogenen Vitamin D-Spiegel im Blut. Vor allem in den Wintermonaten leiden viele Menschen unter einem sehr niedrigen Spiegel. Müdigkeit und Abgeschlagenheit sind häufige Begleiterscheinungen, die Betroffene beschreiben.

Vitamin D verlinkt mit dem Schutz vor Infektionen der Atemwege?

Vitamin D stärkt das Immunsystem. So viel ist sicher. Inwiefern kann ein Vitamin D-Mangel aber tatsächlich mit einem erhöhten Infektionsrisiko verbunden werden? Und besteht, wie manch Publikation zum Thema behauptet, bei Mangel an diesem Vitamin wirklich eine Abwehrschwäche gegenüber Atemwegserkrankungen?

Tatsächlich wurde ein Zusammenhang beobachtet

In einer Meta-Studie der pharmakologischen Fakultät des indischen Government Medical College & Hospitals wurde geprüft, ob eine Vitamin-D-Zufuhr dabei helfen kann, Infektionen der Atemwege vorzubeugen. Dabei wurden Ergebnisse von rund 11.000 Kindern und Erwachsenen in 14 Ländern wie den USA, Japan, Indien, Australien, Kanada, Italien, Belgien oder Afghanistan miteinander verglichen. Die Supplementierung stellte sich dabei als guter Schutz vor Atemwegsinfektionen heraus. Das Ergebnis rechtfertigt daher die künstliche Zufuhr von Vitamin D. (1)

Vor der Supplementation den eigenen Vitamin D – Status messen lassen

Um den eigenn Spiegel im Blut zu erfahren, ist der Gang zum Hausarzt unerlässlich. Der Arzt bestimmt anhand eines Blutbildes den Vitamin D – Wert. Dies gilt als individuelle Gesundheitsleistung. Sobald der Wert unter 25-30 nmol/l liegt, ist von einer mangelhaften Vitamin D – Versorgung die Rede, denn der optimale Bereich liegt bei mindestens 50 nmol/l (3).

Eine unterstützende Vitamin D – Zufuhr trägt – so viel ist unbestritten – dazu bei, eine positive Wirkung im Körper zu erzielen. Aber Vorsicht ist geboten, wenn es darum geht, ohne eine ärztliche Diagnose und auf eigene Faust Vitamin D in Form von Präparaten einzunehmen. Hohe Dosierungen können zu folgenden Nebenwirkungen führen:

  • Übelkeit und Erbrechen.
  • Appetitlosigkeit.
  • extremer Durst (Polydipsie)
  • vermehrtes Wasserlassen (Polyurie)
  • Schwächegefühl.
  • Kopfschmerzen.
  • Nervosität.
  • Nierensteine und Nierenschäden bis hin zu Nierenversagen. (2)

Vitamin D kann dabei helfen, Infektionen der Atemwege vorzubeugen

Vitamin D ist ein elementarer Indikator, um das Immunsystem zu stärken, und vor allem Infektionen der Atemwege vorzubeugen. Ein unkontrollierter Überschuss hingegen führt zu unangenehmen Symptomen, die vermieden werden sollten. Die Zufuhr des Vitamins sollte jedoch unbedingt von einem Hausarzt begleitet werden. 

Dieser Beitrag wurde ausführlich recherchiert und nach bestem Wissen und Gewissen journalistisch aufbereitet. Er dient ausschließlich der Information, und ersetzt nicht die persönliche Beratung durch eine Medizinerin oder einen Mediziner. Für die Richtigkeit der Informationen kann keinerlei Gewähr übernommen werden.


Referenzen:

  1. A.R. Martineau et al. (2017): Vitamin D supplementation to prevent acute respiratory tract infections: systematic review and meta-analysis of individual participant data. In: British Medical Journal, Vol. 356, i6583. Online unter http://www.bmj.com/content/356/bmj.i6583
  2. https://www.netdoktor.de/ernaehrung/vitamin-d/ueberdosierung/
  3. https://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/fachinformationen/vitamin-d-und-covid-19/

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Verbot von Altersdiskriminierung

Ein neues Staatsziel in Thüringer Landesverfassung?

Eigentlich sollte der Lebensabend frei von Problemen sein. Das Thema Diskriminierung im Alter scheint aber durchaus ein sehr tiefgreifendes und konfliktgeladenes zu sein. Keinesfalls schlagen nur Seniorenverbände Alarm und fordern seit langem, die Thüringer Landesverfassung dahingehend zu ändern, dass es ein Verbot von Altersdiskriminierung geben muss.

Autorin: M. Schneider

Alterskriminalität ist in Alten- und Pflegeheimen häufig ein Tabu-Thema, dennoch gibt es sie gerade dort!

Benachteiligung von Senioren

Während im beruflichen Alltag älterer Menschen deutlich häufiger davon die Rede ist, dass Personen ohne ersichtlichen Grund aufgrund ihres Alters benachteiligt werden, hört man das im Zusammenhang mit der Altersgruppe 65+ kaum. Das bedeutet jedoch keinesfalls, dass Seniorinnen und Senioren davon unbetroffen sind. Ganz im Gegenteil! Doch negative Bilder von älteren und mitunter pflegebedürftigen Menschen durchdringen das Bewusstsein der Gesellschaft selten, weswegen die Diskriminierung im Alter auch selten zur Sprache kommt.

In Thüringen aber will man nicht mehr wegschauen! Nach Aussage des Geschäftsführers des Landesseniorenrates Jan Steinhaußen gibt es inmitten unserer modernen Gesellschaft zunehmend diskriminierendes Verhalten gegenüber älteren Menschen. Dadurch werden Menschenrechte in dieser Altersgruppe immer häufiger verletzt.

Jeder Fünfte ist Opfer von Altersdiskriminierung

Auf Bundesebene ist das Verbot der Altersdiskriminierung bereits im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz verankert. Nun soll auch die Thüringer Landesverfassung angepasst werden, denn offensichtlich reicht es nicht mehr aus, Empathie und Wertvorstellungen vorauszusetzen, damit alle älteren Menschen ihren Lebensabend unter menschenwürdigen Umständen verbringen können.

Bedenkt man, dass in Deutschland etwa jeder Fünfte aufgrund seines Lebensalters bereits Erfahrungen mit Altersdiskriminierung machen musste, ist diese Ungleichbehandlung keineswegs ein Normalzustand. Verinnerlicht man sich zudem so manche Alltagszustände in deutschen Alten- und Pflegeheimen, wird die Intension der CDU in Thüringen sowie die des Thüringer Seniorenverbandes BRH und des Landesseniorenrates im thüringischen Bundesland verständlich:

Benachteiligung von Demenzkranken sollte ebenso wenig zur Normalität werden wie die unzureichende medizinische Betreuung älterer Menschen in Pflegeheimen, die nicht mehr ohne fremde Hilfe zum Spezialisten können.

Für einen menschenwürdigen Lebensabend genügt es eben nicht, dass Seniorinnen und Senioren in einem schicken Apartment untergebracht werden und Anspruch auf Vollverpflegung haben. Ältere Versicherte müssen ebenso einen ungehinderten Zugang zu entsprechenden Heilbehandlungen haben. An Demenz erkrankte Menschen brauchen zudem keineswegs nur die medikamentöse Ruhigstellung, sondern eine respektvolle Betreuung. 

Änderung der Verfassung des Freistaates Thüringen

Aufgrund der eingereichten Entwürfe zur Verfassungsänderung in Thüringen wurde nun in Artikel 2, Abs. 3 unter anderem auch das Verbot der Benachteiligung aufgrund des Alters festgeschrieben. Absatz 4 wurde dahingehend ergänzt und geändert, dass nun auch Land und Gebietskörperschaften „die Selbstbestimmung, umfassende Einbeziehung und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen“ fördern und gewährleisten sollen.

Ein Erfolg? Ja, ganz sicher. Bleibt jedoch abzuwarten, wie sich die Problematik der Altersdiskriminierung unter anderem in Alten- und Pflegeheimen dadurch entschärfen lässt. An dieser Stelle wird es auch in Zukunft noch viele ambitionierte Menschen brauchen, die einmal mehr hinschauen, damit es den Alten in unserer Mitte im letzten Lebenszyklus gut geht und ihnen in allen Belangen gleiches Recht zuteil wird.

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